Meinungen zu Lebensmittelkontrollen
Stand vom 4. August 2011
Betroffene Betriebe sagen ihre Meinung:
- alle diese Zitate habe ich schriftlich erhalten, sind also physisch vorhanden, und wurden durch mich anonymisiert. Die Ausschnitte habe ich ausgewählt.
- es sind Meinungs-Äusserungen auf einen Brief von mir an die Gastro-Betriebe
- von drei Betrieben erhielt ich positive Rückmeldungen betreffend den Kontrollen.
Hotelier aus dem Berner Oberland
„Lebensmittelkontrolleure sollen sich um die echten Hygienesünder kümmern und keine Zeit mehr für schikanöse Bagatellkontrollen haben“.
W.S. aus dem Oberland,
(ihr Betrieb wurde nicht beanstandet und sagt trotzdem…)
„Sie sprechen mir aus dem Herzen. Die Aussage, dass sich in der Lebensmittelkontrolle seit der Budgetkürzung für das Kantonale Labor nichts gebessert hat, trifft absolut zu.“.
…ein Kontrolleur sollte eigentlich auf den ersten Blick erkennen, wo Sauberkeit und Ordnung herrschen und wo nicht. Dass dazu jedes Glas und jedes Küchengerät akribisch unter die Lupe genommen und überall die Kühltemperatur auf vielleicht ein halbes Grad gemessen werden muss, ist nicht einzusehen. In diesem Punkt wäre der Hebel wohl bei der Instruktion des Kontrollpersonals anzusetzen. Zugleich wäre diesen der Datenschutz in Erinnerung zu rufen. Es geht ja kaum an, dass ein Kontrolleur ausplaudert, welchen Betrieb er kürzlich überprüft und welche Zustände er dort angetroffen hat…..
Offenkundig besetzt der Kanton Bern in Sachen Perfektion landesweit ein fragwürdigen Spitzenplatz….“
Bäckerei in M.
„Die einzige Beanstandung, die der Inspektor bei seinem Besuch festgestellt hat, ist die Dokumentation der Selbstkontrolle. Die Begründung ist nicht ganz nachvollziehbar, da sich in den letzten Jahren unser Betrieb ja nicht verändert hat, auch wurde bei den letzten Kontrollen nichts an der existierenden Dokumentation verändert.
Mein Eindruck ist, dass man bei einer Kontrolle etwas beanstanden muss, damit der Aufwand einigermassen kostendeckend wird, …..
Hinweis von Peter Eberhart:
- Kosten für mangelnde Dokumentationen meistens Fr. 63.- (in diesem Beispiel auch)
Gastrobetrieb in der Region Bern mit sehr vielen Verpflegungen
„Mit Genugtuung haben wir von Ihrem Vorstoss im Parlament gelesen. Gemäss Aussagen den jeweiligen Lebensmittelkontrolleure gelten wir als vorbildlicher Betrieb. Trotzdem haben wir die bisherigen Kontrollen als sehr mühsam bis schikanös empfunden. Es kam uns vor nach dem Motto „suchen bis gefunden“ kontrolliert wurde. Dem entsprechend wurden auch jeweils Gebühren verlangt.
…….- Tiefkühler mit Glacéestengel wurden nicht elektronisch überwacht
- Frischeier waren nicht datiert. (Datum auf Lieferschein vermerkt, jedoch
nicht auf Eier / Karton
- 2 defekte Kühldichtungen“
Gebühren fast Fr. 100.-
Pensionierter Hotelier und Wirt in M.
„Hygiene-Kontrollen sind in unseren Kreisen nie in Frage gestellt worden und jeder seriöse Gastronom ist bestrebt, keine sogenannten „Söiniggel“ in seiner Berufsgilde zu tolerieren.
Schikanöser Staatsterror mit Hygienekontrollen voller Unsachlichkeit und Willkür lehnen wir ab.“
Cafè Besitzerin in L.
„…Habe aber auch schon Lebensmittel-Kontrollen gehabt, die mir nicht gefallen haben, diese Leute suchen so richtig nach dem „Haar in der Suppe“ nur dass man gebüsst wird“….
Berg-Gasthaus in T.
„Die letzte Kontrolle habe ich wirklich als Schikane empfunden und die Busse als überrissen und nicht transparent. ….. Bezüglich Lebensmittelkontrolle wäre es einfacher ausschliesslich den tiefgekühlten „Einheitsbrei“ vom Grosshandel anzubieten…..“
Bäcker in R.
„Grandioser Herr Eberhard
…Ich wurde im … sogar dazu gezwungen meine Holzsiebe durch Chromstahlsiebe zu ersetzen, ja und eine Gebühr musste ich auch noch zahlen. Ich versuchte mich zu wehren und rechtfertigen, mir wurde sofort gedroht die Kontrolle zu verlängern…“
…aus einem Spitzenhotel in G
„In Bern haben viele Beamte nichts zu tun und tun nichts anderes, als neue Schikanen zu erfinden, um sich eine Daseinsberechtigung zu geben.“….
…Hotelier aus I.
…“ Im weiteren stören uns oft auch Pressemeldungen über Kontrollen. Z.B. „Im Berner Oberland wurden 234 Betriebe kontrolliert. Es wurden 172 Beanstandungen ermittelt“!!! Für den Laien ergibt dies ein Horrorszenario, er kann ja nicht wissen, dass mit Beanstandungen auch noch so kleine Sachen gemeint sind, wie z.B. ein fehlendes Schildchen, oder schlecht lesbarer Kleber usw., Dinge welche die Sicherheit im Ganzen nicht negativ beeinflussen.“
Kleiner feiner Gastrobetrieb in G.
…Gegenüber dem Kanton Aargau ist das Hygienekonzept hier Stress pur. Auch wir mussten bei der ersten Kontrolle einen lächerlichen Betrag von Fr. 96.—bezahlen, eigentlich für nichts! Nur weil Ordner nicht ganz korrekt nachgeführt und das Jugendschutz-Plakat nicht aufgehängt war.“ …
Confiserie aus dem Jura
…“Wir mussten in den 8 Jahren die unsere Bäckerei besteht ständig Renovationen durchführen wegen schikanösen Bagatellkontrollen der Lebensmittelkontrolleuren die nicht nötig waren und uns mehrere Tausend Franken gekostet hat“…..
Recycling Firma mit „Znüni Raum“
…“Die beanstandeten Punkte in der Verfügung sind für uns klare Paragraphen- reiterei und dienen vermutlich dazu Beanstandungen zu generieren.“….
Restaurant im Raum Bern
…“Danke für Ihren Brief. Gut dass Sie etwas unternehmen. Die Kontrollen sind unverhältnismässig und schikanös. Die Inspektoren treten auf wie in Russland. Schlimm!!
Hotel Restaurant im Oberaargau …hat schon etliche Bundesräte bewirtet…
….“Seit ein paar Jahren kommt nun ein Herr W.H., Lebensmittelkontrolleur. Da ist nun alles ganz anders geworden. Es wird nach Fehler gesucht, wie ein Hund nach einem Knochen sucht…..
„Ich selber war ca. 15 Jahre Experte bei den Wirteprüfungen und Kochexperte in Burgdorf. Wir geben uns immer alle Mühe alles möglichst gut zu lagern“.
(trotzdem ist ein kleiner Fehler passiert = Info P. Eberhart, dann weiter…)
„Das Ganze hat mich sehr mitgenommen….da ich mir seit vielen Jahren alle Mühe gebe – und allein in die Küche mit Erneuerungen und Verbesserungen über 1 Million investiert habe. Als ich die Verfügung am …. – es kam mir vor als sei ich ein kleiner Verbrecher, gelesen habe – wurde ich sehr zornig….
….ich hoffe einfach nur, dass ich nie mehr eine solch gemeine und hinterlistige Kontrolle über mich ergehen lassen muss….“